Leben in der VUCA Welt
Der Begriff „VUCA World“ beschreibt eine Welt, die volatiler, unsicherer, komplexer und mehrdeutiger geworden ist. Für Menschen und Organisationen bedeutet das: Orientierung wird schwieriger, Reaktionsdruck steigt.
Der bekannteste Zukunftsforscher im deutschsprachigen Raum, Matthias Horx, erläutert den Begriff im Zukunftsreport 2017 im Kapitel „Clusterfuck“ unter I. Resonanzkatastrophe (S. 54ff).
VUCA steht für Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity – also für eine Wirklichkeit, in der Zeichen sichtbar sind, aber nicht immer eindeutig interpretiert werden können.
Volatilität
Die wachsende Volatilität zeigt sich darin, dass außerplanmäßige Ereignisse häufiger auftreten und Ausschläge größer werden. Entwicklungen verlaufen weniger stabil, weniger linear und oft weniger vorhersehbar.
Unsicherheit
Unsicherheit entsteht dort, wo vorhandene Informationen nicht ausreichen, um Entwicklungen klar einzuschätzen. Entscheidungen müssen dennoch getroffen werden – oft unter hohem Druck.
Komplexität
Die Komplexitätsexplosion erzeugt neue Wechselwirkungen zwischen Natur, Kultur, Zivilisation und Technologie. Zusammenhänge werden dichter, Auswirkungen schwerer überschaubar.
Ambiguität
Ambiguität meint Mehrdeutigkeit: Wir sehen Zeichen und Entwicklungen, können sie aber nicht immer eindeutig deuten. Genau das macht Orientierung in der Gegenwart so anspruchsvoll.
Gedanken aus dem Zukunftsreport
Horx beschreibt, dass nicht nur die Frequenz außerplanmäßiger Ereignisse steigt, sondern auch deren Amplituden größer werden. Gleichzeitig entstehen durch technische und gesellschaftliche Verflechtungen neue Sollbruchstellen für Zivilisationsbrüche.
Gerade deshalb gewinnen Formen bewusster Wahrnehmung, Selbstführung und Reflexion an Bedeutung – sowohl für Einzelpersonen als auch für Organisationen.
Quelle: Matthias Horx, Zukunftsreport 2017, Kapitel „Clusterfuck“, S. 54ff und S. 64.